Sonntag, 31. Juli 2011

Prioritäten liegen nunmehr anders

Der erste Tag ist geschafft. Morgens um 7:30 erfolgte der Start. Schon da war klar, was die Stunde geschlagen hat. Nur durchtrainierte Biker und alte, zähe Knochen und Frauen mit Waden- und Oberschenkel, wie man sie nur aus der TdF kennt.
Die Anfahrt zum ersten Zeitfahren war schon gut hügelig und als es dann in den Berg ging, wollte der Puls nicht wirklich unter 90% sinken. Der Aufstieg war ein Traum, zumindest vom Panorama. Knut hat es sogar geschafft, sich nur von 2 Leuten überholen zu lassen und sonst nur Gegner über Gegner zu kassieren (er ist als letztes gestartet und nur 2 Nachzügler, die den Start verpennt haben, sind wie ein D-Zug an ihm vorbeigedonnert).
Auf der Passhöhe haben wir uns ein wenig ausgeruht und dann ging es über eine fantastische Abfahrt zum neuen Aufstieg. Den haben wir locker in Angriff genommen. Von dort oben erfolgt eine 20 Kilometer Abfahrt nach Meran und dann flach weiter nach Bozen.
Bei über 30 grad konnten wir froh sein, das Roland noch krank ist, sonst wären wir wohl mit teilweise 50 und nicht mit 40+ Richtung Ziel gedonnert ;-)
Am Ende standen für die erste Etappe 103km, statt der versprochenen 86km, auf der Uhr.
Kurz was zur Organisation: perfekt. Überall Begleitfahzeuge (Service, Arzt, Krankenwagen, Rennleitung) und Motorräder. Der Verkehr wird überall gesperrt. Kreuzungen werden freigehalten. Das ist wie bei der TdF, einfach unglaublich. Und am Ende gabs dann auch noch Mittagessen (Nudeln, Käse, Apfel und Getränke bis zum Abwinken).

Achso, vom Gesamtklassement haben wir nun Abschied genommen. Ankommen lautet nunmehr die Devise.
Gute Nacht.



Wir dachten, wir gucken nicht richtig...


...ab jetzt nur noch "lance"...

Samstag, 30. Juli 2011

Erster Horror

Wir haben uns die Anfahrt zum Start in Bozen angeschaut und mussten uns gleich bei der Abfahrt vom Hotel eingestehen, dass das zurück ein ganz hartes Stück wird.
Als ich nach dem Aufstieg zum Hotel auf den Garmin schaute (die Daten stimmen nicht zu 100%; erst auf dem Pc zu Hause) staunte ich nicht schlecht. 5,8 km, 578 hm, 8,8 km/h im Schnitt bei einer Trittfrequenz von 50(!). Die Strasse war wie nach oben genagelt.
Aber eins lernt man hoffentlich hier : nicht zu schnell angehen, im Mittelteil war ich ziemlich fertig, am Ende ging es wieder. Aber eins weiß ich (und Knut); sowas sind wir noch nie hochgefahren (für Roland ist das alles um einiges lockerer).
Mal sehen, was die nächsten Tagen auf uns wartet (incl erneut dieser Hotelanfahrt)

Trikotkauf

Das Rosa von Knut hab ich als Herbst-Langarm-Trikot gekauft. 1A und im Sarterbeutel gabs noch ne Windweste im Wert von EUR 30 dazu. Echt Fair.



Freitag, 29. Juli 2011

Knut vorm zu Bett gehen

Er checkt nicht die ersten Anstiege vom Sonntag, sondern holt nur seine Steuererklärung ab.



Mittwoch, 27. Juli 2011

Auf der 6ten Etappe...


...ist ausfahren angesagt. 61,1 km, nur 381 hm. Das Zeitfahren ist gerade mal 3,6 km lang und geht 325 hinauf nach Prissian.

5te Etappe, die Königin


Nur 63,2 km, davon gleich am Anfang 24,8 km am Stück auf 2758 m (Passhöhe; da wird die Luft dünn) bei 1851 hm und einer Steigung im Schnitt von 7,5%...Wobei es am Ende wohl erst wirklich hart wird…


http://www.quaeldich.de/paesse/stilfser-joch/

Königsetappe (Stage 4)


Heute gilt es, die allseits bekannte Sella Ronda zu befahren. Diese startet eigentlich bereits in den Bergen; wir allerdings nehmen diese Rundtour von Bozen auf uns. D.h. man muss erstmal 2darauf“ kommen. Insgesamt dürfen wir an diesem Tage 155,6 km radeln bei „nur“ 3235 hm. Autsch. Dabei befahren wir das Grödnerjoch, Passo Campologno, Passo Pordoi und das Sellajoch. Das Zeitfahren liegt mittendrin von Arabba zum Passo Pordoi (9,3 km, 637 hm, 7%)


Das Grödnerjoch bei Quäldich (wir allerdings starten bei km 0 und 266 hm und müssen bis dahin 57 km strampeln und dabei knapp 2000 hm überwinden):

http://www.quaeldich.de/paesse/groednerjoch/


Passo Campologno bei Quäldich:

http://www.quaeldich.de/paesse/passo-di-campolongo/


Passo Pordoi:

http://www.quaeldich.de/paesse/passo-di-pordoi/


Sellajoch:

http://www.quaeldich.de/paesse/sellajoch/

3te Etappe



Das Zeitfahren umfasst hier 2 Abschnitte. Einmal Richtung Nigerpass (7,3 km, 618 hm, 7,7% im Schnitt) und das 2te Hoch nach Val S. Nicolo (6,9 km, 545 hm, 8%).


Die komplette 3te Etappe kommt auf stolze 140 km länge bei 2128 hm. Hier mal ein Link von Quäldich, wo man den Nigerpass komplett (wie wir ebenfalls) erklimmt.

Wir haben die bisschen einfachere (neuere) Route:

http://www.quaeldich.de/paesse/nigerpass/

Samstag, 16. Juli 2011

Du dickes Ei: 2te Etappe


Oh Gott, wasn das? Nach dem ersten Tag wirds jetzt ernst... Mit 88,3 km zwar nur bisschen länger und mit 1980 Höhenmeter geht es ein wenig höher hinaus... aber wie; darauf kommt es an.

Alleine schon die Anfahrt nach Stenk hat es in sich. Aber was dann kommt, ist wirklich nicht ohne. Die offizielle Angabe der Rennleitung für dieses Zeitfahren lautet: 10,1 km lang, Höhenunterschied 1063 m bei einer durchschnittlichen Steigung von 10,5 % (!).

Diese 10,5% sind hart, wenn nicht sogar für viele Flachlandtiroler kaum bezwingbar (man hat ja schon die erste Etappe in den Beinen), aber was man bei "Quäldich" zu lesen bekommt, ist das i-Tüpfelchen... Aber bitte, lest selbst (die Straße wurde inzwischen asphaltiert):

Vorschau: Etappe 1




Die erste Etappe startet am Sonnntag den 31. Juli 2011. Zum "Einrollen" genau richtig. Auf 85,8 km länge gilt es 1677 Höhenmeter bei 2 Gebirgspässen zu überwinden. Zeitnahme beim Giro ist jeden Tag ein Bergzeitfahren. Den Rest kann man, mehr oder weniger, gemütlich rollen. Das Zeitfahren kann man ernst nehmen oder auch links liegen lassen, denn die Amatuerdoper fahren eh alles in Grund und Boden.

Der erste Pass des Tages ist der Mendelpass. Dieser wird auch gleich in ein Zeitfahren umgewandelt. 14,8 km, 15 Kehren, Höhenunterschied 909 m bei einer durschnittlichen Neigung von 6,5%.

Paar km weiter geht es gleich zum Gampen Joch hoch. Aber nicht von ganz unten, sondern vom Ort Fondo. 14 km länge bei lediglich 535 Höhenmeter bei einer Steigung von durschnittlich 4,1%. Das wird wohl mit Abstand der leichteste Aufstieg.

Aber auch die 4,1% können hart sein, wenn man nicht fit ist. Heute eine kurze Rund eabgebrochen. Irgendwas steckt in mir. Ätzend. 2 Wochen vor dem Start kann man sowas nicht gebrauchen...

Donnerstag, 14. Juli 2011

Giro Delle Dolomiti


In 2 Wochen ist es soweit. Roland, Knut und ich werden diese harte Tour (insbesondere für uns Flachlandtirolern) in Angriff nehmen und hoffentlich durchstehen.

Die Daten lesen sich wie folgt:
6 Etappen
ca. 11.000 Höhenmeter
bei ca. 580 km

Werden wir es schaffen? Machen die Knie mit? Muss noch meine Bergübersetzung (Kompaktkurbel und 12-27) montieren und dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen...