Das hammerharte Zeitfahren aufs Reiterjoch (10,5% im Schnitt, ca. 10km lang) hat er für sich entschieden und 1min 39sek gutgemacht (Roland fährt ausser Konkurrenz). Absoluten Respekt.
Auf dem Weg nach Stenk verlief die Straße kontinuierlich bergauf und ab Stenk (Start der Zeitnahme) begann der wahre Albtraum. Schon nach dem Start türmte sich die Strasse auf und nach kurzer Zeit sagte ein Schild am Strassenrand 18%. Aber was sich dann abspielte muss man erlebt haben. Das war der direkte Weg zu Gott. Biker schoben, fuhren zig-zack die Wand hoch oder ruhten sich aus. 18% mag es im Schnitt gewesen sein; 20%+ trifft es eher. Sowas hab ich noch nicht erlebt. Irgendein Herr am Ziel: this is not human.
Ich war stolz auf meine Leistung, von Bozen bis zum Gipfel kein einziges mal abgesetzt zu haben. Unser Lance musste zwar mal schieben, aber das tat seiner Zeit kein Abbruch. Kein Wunder bei so einem Athlet; die kürzeste Ruhezeit wird genutzt um den Motor wieder auf volle Betriebstemperatur zu bringen.
Er hatte, wie immer eigentlich, seine unmittelbare Konkurrenz voll im Griff.
Jetzt kurz zu den Teilnehmern, um mal zu sehen, wie sich das alles verhält. Unser Roland (momentan nicht zu 100% fit) zieht in Deggendorf so gut wie alle am Berg ab; hier hingegen wird er von alten Männern und Frauen eingeholt oder kann diesen nicht folgen. Bei den Frauen fährt auch die italienische Meisterin mit. Hier tummeln sich wohl die besten Bergfahrer Europas und die restlichen haben Bergerfahrung ohne Ende.
See u Tomorrow, hoffentlich.

Hier die beiden Topstars der Tour beim Wasserlassen vor grandioser Kulisse.
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